12. – 13. April 1928

Hermann Köhl

Der erste Flug über den Atlantik von Ost nach West – 36 Stunden gegen Sturm, Nacht und Nebel.

„… für der Luftfahrt schnelleres Werden, für der Menschheit Friedenswerke!“
Baldonnel
36½Stunden in der Luft
3500Kilometer über dem Ozean
1Motor, sechs Zylinder
13Tage auf Greenly Island
Die Besatzung der „Bremen“

Drei Männer, eine Maschine

Jeder der drei hat seine Sicht des Fluges aufgeschrieben. Im Buch „Unser Ozeanflug“ stehen die drei Berichte nebeneinander.

Hermann Köhl

Flugzeugführer · 1888–1938

Geboren in Neu-Ulm, Flieger im Weltkrieg, danach Pionier des Nachtluftverkehrs bei Junkers. Er steuert die „Bremen“ durch Sturm und Nebel bis aufs Eis von Greenly Island.

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James C. Fitzmaurice

Zweiter Pilot · Irland

Kommandant des Flugplatzes Baldonnel bei Dublin. Aus Dank für die Hilfe des irischen Flugplatzpersonals wird er zum Mitflug eingeladen – und entdeckt am Ende den rettenden Leuchtturm.

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E. G. Freiherr von Hünefeld

Initiator des Fluges

Er treibt das Unternehmen voran und fliegt als Dritter mit. Seine Kabine ist voller Andenken und Heiligenbilder, die ihm die Menschen in Irland mitgegeben haben.

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Der Flug in fünf Bildern

Von Baldonnel nach Greenly Island

Start der Bremen in Baldonnel
12. April 1928 · 5.35 Uhr

Der Start

Tagelanger Regen hat den Flugplatz Baldonnel aufgeweicht. Die schwer mit Benzin beladene „Bremen“ braucht fast die ganze Bahn, bis sie sich vom Boden löst.

„Nun können sie alle kommen, die gewaltigen Mächte, Sturm, Wellen, Nacht und Nebel …“Hermann Köhl
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Die Bremen im Flug, mit Unterschrift von Hermann Köhl
12. April · Mittag

Über dem offenen Meer

Tagsüber fliegt die „Bremen“ dicht über den Wellen. Köhl und Fitzmaurice wechseln sich am Steuer ab, Hünefeld sitzt in der Kabine zwischen den Tanks.

„Bis zum Mittag hatten wir etwa 1500 Kilometer hinter uns gebracht und hatten noch etwas mehr als 2000 Kilometer vor uns bis zur rettenden Küste.“Hermann Köhl
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Nacht zum 13. April

Nacht und Nebel

Vor Neufundland stößt die Maschine auf eine Nebelwand. Sturm, ein Ölleck – und dann fällt die Beleuchtung des Kompasses aus. Stundenlang fliegt Köhl nach einer Taschenlampe.

„Fünf Stunden nichts als Nacht — noch nicht einmal den Nebel sah ich.“Hermann Köhl
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Die Bremen nach der Landung auf Greenly Island
13. April 1928

Landung auf dem Eis

Mit den letzten Benzinresten entdecken sie den Leuchtturm von Greenly Island. Köhl setzt die Maschine aufs Eis – die Eisdecke bricht, doch alle drei sind gerettet.

„Es war die kürzeste und beste Landung, die ich je erlebte.“Freiherr von Hünefeld
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Feuerlöschschiffe begrüßen die Ozeanflieger im Hafen von New York
Ende April 1928

Triumph in New York

Nach dreizehn Tagen auf der Insel werden die Flieger abgeholt. In New York empfängt sie Bürgermeister Jimmy Walker, Feuerlöschschiffe schießen Wasserfontänen zur Begrüßung.

Die Bilder aus New York →
Biographie

Ein Leben in 32 Kapiteln

Köhls Lebenserinnerungen – vom widerspenstigen Schüler über die Flucht aus französischer Gefangenschaft bis zum Ozeanflug. Zur interaktiven Lebenslinie →

Bildarchiv

Über 600 historische Aufnahmen

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Ausstellungsstücke im Hermann-Köhl-Museum
Besuchen

Hermann-Köhl-Museum Pfaffenhofen

Zum Andenken an ihren Bürger hat die Marktgemeinde Pfaffenhofen an der Roth im Rathaus ein kleines Museum eingerichtet – mit Fliegerhaube, Dokumenten und vielen Erinnerungsstücken an den Ozeanflug.

Rathaus, Kirchplatz 6, 89284 Pfaffenhofen an der Roth

Für Gruppen kann unter Telefon 07302 96000 ein eigener Termin vereinbart werden.

Anfahrt auf der Karte Ausstellungsstücke